Bunter Heissluftballon in den Wolken

Flexibel mit der Cloud wachsen:
Wie Kessel sich vom Mitbewerb abhebt

Rund ein Drittel der jungen Unternehmen und Startups scheitern, weil ihnen das Geld ausgeht, zeigt eine Studie von CB Insights auf. Besonders selbst verwaltete IT-Lösungen für die Warenwirtschaft und den Kundenservice reizen das Budget der Anfangsphase schnell aus. Dabei ermöglichen es Cloud-Lösungen, die IT flexibel und zu überschaubaren Kosten an die jeweilige Unternehmensgröße anzupassen. Das Jungunternehmen Kessel Wassertechnologie konnte so mit einem kleinen Team große Ideen anstoßen.

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Mit vier Mitarbeitern ging es 2014 los bei der Kessel Wassertechnologie GmbH. Die Tochtergesellschaft des führenden Entwässerungsanbieters Kessel wollte mit Rohren und Formteilen für die Wasserversorgung einen neuen Markt erschließen – einen umkämpften Markt mit vielen Wettbewerbern und vergleichbaren Produkten. Mit einem individuellen Ansatz hebt sich das Jungunternehmen heute ab: „Jeder Markt und jeder Kunde ist unterschiedlich und hat verschiedene Ansprüche und Bedürfnisse“, sagt Marcello Gallio, Vertriebsleiter bei Kessel Technologie. „Wir verschaffen uns einen Wettbewerbsvorteil, indem wir darauf eingehen.“

Entsprechend flexibel muss auch die technologische Infrastruktur sein. Gallio und sein Team wollten sich sofort auf das Kerngeschäft konzentrieren und sich nicht von aufwendigen IT-Planungen und Implementierungen aufhalten lassen. Das hessische Unternehmen setzte daher von Anfang an auf eine cloudbasierte ERP-Lösung, mit der sowohl die Warenwirtschaft als auch die Finanzen und Buchhaltung abgedeckt werden. Innerhalb weniger Monate konnte es losgehen. Wächst das Unternehmen, können einfach weitere Nutzer und Funktionen zugeschaltet werden.

25 Prozent geringere Kosten mit der Cloud

Kessel Wassertechnologie ist damit längst nicht mehr allein. In vielen Unternehmen werden die Vorteile von Cloud-Lösungen bereits tagtäglich gelebt. Allein in Deutschland gaben laut des „Cloud Monitor 2016“, einer jährlichen Studie der KPMG, 54 Prozent der befragten Unternehmen an, Cloud-Dienste zu nutzen. Während die kostenintensiven, selbst gehosteten Private Cloud-Lösungen rückläufig sind, setzen immer mehr Unternehmen auf das sogenannte Public Cloud-Computing – sie verlagern ihre Daten auf Server von externen Dienstleistern. Und sparen damit bis zu 25 Prozent gegenüber einer eigenen IT-Infrastruktur, wie die IT-Berater der Experton Group in einer Studie analysierten. Auch lästige Softwareaktualisierungen und der teure Austausch veralteter Server fallen weg.

Stattdessen können Teams besser zusammenarbeiten – unabhängig davon, ob sie gerade im Haus oder auf Kundenbesuch sind. Die Daten sind mobil mit Tablet, Smartphone oder Notebook abrufbar und immer auf dem neuesten Stand. So wundert es nicht, dass im „Cloud Monitor 2016“ drei von vier Unternehmen ihre Cloud-Nutzung positiv bewerten. Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die Möglichkeiten zum mobilen und geografisch verteilten Zugriff auf IT-Ressourcen sowie die schnellere Skalierbarkeit und die generelle Performance und Verfügbarkeit von IT-Leistungen zu deutlichen Verbesserungen geführt hätten – bei spürbar niedrigeren Kosten, kürzeren Implementierungszeiten und einem geringeren Administrationsaufwand.

Neue Maßstäbe bei Sicherheit und Datenschutz

So offensichtlich die Vorteile einer Cloud-Lösung sind, bei vielen Unternehmen herrscht bei diesem Thema noch immer eine gewisse Skepsis. Die vielfach geäußerte Angst vor einem unberechtigten Zugriff auf sensible Daten und der Verlust von IT-Wissen führt der „Cloud Monitor 2016“ ebenso auf wie Bedenken vor einem Datenverlust sowie strenge Compliance-Regeln, die ein Speichern in der Cloud untersagen.
Anbieter wie Microsoft haben darauf reagiert und verpflichten sich freiwillig zu modernen, leistungsstarken Sicherheits-, Schutz- und Compliance-Standards bei Datenzugriff und -verarbeitung mit und in der Cloud. In Deutschland gibt es zudem seit Januar 2017 eigene Microsoft Cloud-Angebote, bei denen die Daten ausschließlich in zwei eigenen deutschen Rechenzentren gespeichert werden. Den Zugriff kontrolliert mit T-Systems ein unabhängiger Datentreuhänder. So lassen sich sensible Daten in der Cloud ablegen, um Kunden mit neuen innovativen Services begeistern zu können.

IT, die flexibel mitwächst

Zurück zu Kessel Wassertechnologie: Hier ist die Belegschaft inzwischen auf über 20 Mitarbeiter angewachsen. Neben den Basisfunktionen will Kessel die Nutzung des Cloud-Systems für die Personalverwaltung und Buchhaltung ausbauen und hat auch schon das Projektmanagement-Tool im Blick, das ihr ERP-System, Microsoft Dynamics NAV on Azure, bietet. Die IT-Infrastruktur passt sich einfach den Bedürfnissen an und wächst mit jedem Schritt.

„Unsere Cloud-Lösung ist vom Funktionsumfang sehr gut für unsere Bedürfnisse geeignet, und die Kosten kamen uns ebenfalls sehr entgegen.“ Zwar habe man auch die Möglichkeit gehabt, andere ERP-Systeme zu wählen, „aber“, sagt Gallio, „wir wollten ein fertiges Produkt, das genauso flexibel ist, wie wir es für unsere Kunden sind.“

Cloud bindet nicht viele finanzielle Mittel

Diese Kunden kommen derzeit insbesondere aus dem Nahen Osten, insbesondere Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Durch die Cloud-Technologie muss Kessel auch hier wenig finanzielle Mittel in der IT binden und kann flexibel Benutzer ab- oder hinzuschalten.
Diese Flexibilität steht auch beim Unternehmen selbst und bei der Kundengewinnung im Fokus. Nicht nur den Bedürfnissen und Ansprüchen von Märkten und Kunden wird eine hohe Bedeutung zugemessen, auch die Mitarbeiter profitieren von dem innovativen Setup. Das ERP-System aus der Cloud ist dabei eine große Unterstützung.

„Jeder Markt und jeder Kunde ist unterschiedlich und hat verschiedene Ansprüche und Bedürfnisse. (…) Wir verschaffen uns einen Wettbewerbsvorteil, indem wir darauf eingehen.“

Marcello Gallio, Vertriebsleiter, Kessel Wassertechnologie
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