Industrie 4.0 –
was man von Miele, ThyssenKrupp und Kuka lernen kann

Industrie 4.0: Es ist kein Geheimnis mehr: In der Digitalen Transformation stecken viele Potentiale – von der intelligenten Produktion über einen verbesserten Kundenservice bis zu völlig neuen Geschäftsmodellen. Dass dahinter nicht bloß weit entfernte Zukunftsvisionen stehen, zeigen die drei Industrievorreiter Miele, ThyssenKrupp und Kuka. Sie gestalten bereits heute mit modernen und vernetzten Technologien sowie dem Internet der Dinge die Welt von morgen.
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Einfach nur die Standardprozesse zu digitalisieren, reicht dabei nicht aus. Mit der Digitalen Transformation ist nicht bloß ein Anpassen verbunden, es ist vielmehr als Impuls zum Um- und Neudenken der eigenen Geschäftsmodelle zu verstehen. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen längst jeden Schritt von der Produktion, dem Vertrieb bis zum Service und Marketing. Verschiedene Produkte oder Anlagen interagieren untereinander, liefern in Echtzeit visualisierte Daten mit denen sich bessere Entscheidungen treffen und Prozesse effizienter gestalten lassen. Miele, ThyssenKrupp und der Roboterhersteller Kuka nutzen die Potentiale bereits.

Industrie 4.0: Backofen von Miele weißer Hintergrund

Miele schickt Kochrezepte direkt an den Backofen

Vernetzungsfähige Hausgeräte gehören bei Miele seit zehn Jahren zum Programm. Vor kurzem stellte der Premium-Hersteller aus Gütersloh eine neue Idee vor: Aus dem Internet lassen sich Rezeptdaten herunterladen, anschließend erscheinen sie direkt auf den Backofen. „Hier wird unsere Erfahrung, die wir mit dem perfekten Ergebnis von Rezepten haben, automatisch auf den Ofen übertragen“, erklärt Sabine Häring, Produktmanagerin im Bereich Vernetzung Hausgeräte bei Miele. So erfährt der Koch auf die Minute genau, wann das Fleisch oder Gemüse durchgegart ist.

Die digitale Vernetzung gestaltet ebenfalls den Reparaturservice wesentlich effizienter. Sollte ein Ofen oder die Waschmaschine ausfallen, werden die produktspezifischen Teile mitsamt des analysierten Defekts an Miele weitergeleitet. Der Service-Techniker weiß so vor dem Kundenbesuch, welche Ersatzteile er mitnehmen muss. Dies spart Zeit und optimiert die Routenplanung.

ThyssenKrupp löst Probleme, bevor sie entstehen

Daten leiten auch die Aufzüge von ThyssenKrupp weiter. Nicht nur Notrufe, versteht sich. Mit seinem „Predictive Maintenance“-Ansatz – zu Deutsch: Vorausschauende Instandhaltung – liefert die Aufzugssteuerung vorab ein Signal, dass demnächst ein bestimmtes Problem auftreten könnte. Das Service-Team priorisiert daraufhin seine Terminplanung und prüft vor dem eigentlich geplanten Wartungstermin den Aufzug, damit es für die Fahrgäste gar nicht erst zu unangenehmen Momenten kommt.

„Die Einbindung der Cloud in unsere tägliche Arbeit hat verschiedene positive Effekte gebracht – sowohl für den Support als auch für die Ferndiagnose“, meint Stephan Wirth. Bei ThyssenKrupp Elevator leitet er die Sonderprojekte für Natural Attenuation-Prozesse zur Schadenminderung. Und er ist überzeugt, mit der Digitalen Transformation besser denn je auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Sicherheit, Werterhalt und Verfügbarkeit der Aufzugsanlagen bleiben auf diese Weise langfristig erhalten. Reibungslose Schnittstellen zwischen Gerät, Cloud und CRM-Lösung sind hierbei der entscheidende Wettbewerbsvorteil.

Industrie 4.0 nutzt ThyssenKrupp bei Aufzügen
Industrie 4.0: Kleiner Roboter mit Glühbirne auf dem Kopf und Greifarmen

Kuka bindet Roboter an die Cloud an

Einen Grundstein der Industrie 4.0 legte das Augsburger Unternehmen Kuka vor über 40 Jahren mit seinem ersten Industrieroboter Famulus. Zwanzig Jahre später brachten die Robotik-Spezialisten eine weitere Innovation hervor: die erste PC-basierte Steuerung. Heute arbeiten Kuka-Roboter sicher und senstitv  in der Mensch-Maschine-Interaktion, erlernen neue Aufgaben und verbessern die Produktionsprozesse in unterschiedlichen Branchen.

„Bisher lagen die Daten unserer Roboter lokal und man konnte nicht viel damit anfangen“, sagt Dominik Bösl, der Technology Owner für Apps, Cloud & IoT von Kuka. Seitdem die Roboter an die Cloud angebunden sind, werden die wertvollen Daten gesammelt und verarbeitet, um die individuellen Abläufe sukzessive zu optimieren. Durch diese Informationen kann Kuka seinen Kunden neue Services anbieten mit denen die Wartung noch effizienter abläuft und ungeplante Anlagenausfälle vermieden werden. Pioniergeist 4.0.

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