E-Commerce

Wie Sie die Effizienz im
E-Commerce steigern

Mittelständische Unternehmen sind kreativ und modern im Wettbewerb um Kunden. Eine Möglichkeit, um sich erfolgreich am Markt zu behaupten, ist, auf Individualisierung zu setzen.

Seit 2004 ist der niederländische Kinderwagen – und –Kinderwagenzubehör-Hersteller Joolz am Markt – mit ganz persönlicher Note. Kunden können sich nicht nur aus über 300 Teilen ihren ganz individuellen Kinderwagen selbst zusammen stellen, jede Verpackung lässt sich auch noch zu praktischen Spielsachen oder Dekorationsartikeln (Sessel, Lampenschirme, Vogelhäuschen) recyceln. Dahinter steckt eine komplexe Maschinerie, die sehr effizient und reibungslos laufen muss, um erfolgreich zu sein.

Wie sich Effizienz und Tradition verträgt

In einer sehr traditionell geprägten Branche nimmt das Unternehmen eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft war und ist bestrebt, innovative und nachhaltige Lösungen zu verwirklichen. Daneben versucht man natürlich Kosten zu senken und Einnahmen zu erhöhen. Um diesen Spagat zu schaffen, muss sowohl für Händler als auch für Endkunden die Effizienz gesteigert werden.

Customer Experience verbessern, Aufwand reduzieren

Erste Schritte dabei waren, gewohnte Vertriebskanäle wie Mail, Fax und Telefon abzuschaffen. Die komplette Digitalisierung der Bestellprozesse und die Abwicklung im Onlineshop bietet nicht nur eine absolute Transparenz für den Kunden. Zukünftig kann auch der Service komplett online ablaufen und damit die Mitarbeiter „offline“ entlasten.

Stabiles System als Basis

Um den Erfolg im E-Commerce ausbauen zu können, waren mehrere Maßnahmen nötig. Zuerst sollte die stabile Basis des bestehenden ERP Systems erhalten bleiben. Dazu braucht man eine zertifizierte e-commerce Lösung, die sich direkt integrieren lässt. Der Onlineshop erhält dadurch eine nahtlose Anbindung an die bestehenden Geschäftsprozesse und Informationen. So erspart man sich, neben der Problematik von Schnittstellen, ein kostspieliges zweites System und Datencenter und daraus resultierende Probleme mit der Datenqualität. (Beispielsweise Dubletten-Vermeidung).

Internationale Expansion als Ziel

Der Erfolg dieser Maßnahmen sollte auch die globale Expansion unterstützen. Ein Thema im länderübergreifenden e-commerce ist es, das Kundenerlebnis über sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg zu erhalten. Das benötigt Lösungen, die einerseits flexibel auf die jeweiligen regionalen gesetzlichen und regulativen Rahmenbedingungen anpassbar sind, andererseits auch so universell und intuitiv sind, dass sie durch das erzeugte Kundenerlebnis auf hohe Akzeptanz stoßen.

Ehrgeizige Ziele

Dermaßen ausgerüstet, will Joolz seinen Umsatz bis 2021 verdreifachen (Stand 2015: 23 Mio. Euro) und damit eine Spitzenposition unter den weltweiten Top 3 der Premium-Kinderwagen-Hersteller einnehmen. Der Weg dorthin ist, bis 2020 bereits 100 Prozent der Bestellungen direkt über den Onlineshop abwickeln und automatisiert verarbeiten zu können.

Trends im E-Commerce 2016-2019

B2B

  • E-Commerce B2B ist in der Wachstumsphase, Marge aber noch durch fehlenden Fokus gering (wird oft nur als „zusätzlicher Vertriebskanal“ gesehen)

  • Trends: Mobile Dienste, Online-Selbstservices und Automatisierung mit „Predictive Functionalities“ gewinnen an Bedeutung

  • Starke Zunahme des B2B-Direktvertriebs via Internet

  • Unternehmensstrategie:  Verbreiterung des Produktspektrums (1-Stop-Shop), Premium-Servicestandards (zum Beispiel Lieferung am nächsten Tag, Best-Preis-Garantie)

B2C

  • E-Commerce B2C ist in der (späten) Wachstumsphase, bereits 15% des Umsatz des Einzelhandel werden online erwirtschaftet

  • Innovationen verändern den Einzelhandel (Digitalisierung, Mobile Shopping, etc.)

  • Verstärkter Wettbewerb aufgrund des erleichterten Marktzugangs

  • Online-Vermittler verdrängen diverse etablierte Geschäftsmodelle (beispielsweise stationärer Reisebüros oder Makler)

  • Differenzierung durch hohes Service-Niveau (kostenlose Zustellung, Treueprogramme, Rabatte)

  • Personalisierung basierend auf individuellen Kundenbedürfnissen (Big-Data-Management)

  • Unzählige E-Commerce-Unternehmen durch Multi-/Omnichannel-Strategien von Einzelhändlern

  • 40 Prozent der Nachfrage wird noch immer Global Scale Player wie Amazon & Co. abgedeckt

  • Höhere Margen im E-Commerce für Dienstleistungen (z.B. Vermittlungsprovision von Online-Plattformen)

Quelle:

Deutsche Internetwirtschaft – Studie von eco & Arthur D. Little

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